„Entartete" Kunst - ein Metaxyum*

Einladung zur Vernissage am 25.6.17, 18h

Präsentation der W.A.S (World Anonymous Society)

Einladung zur Vernissage am 25.6.17, 18h in der Galerie M:
„Entartete" Kunst - ein Metaxyum*
Präsentation der W.A.S (World Anonymous Society)

Was machen Adolf Hitlers Hund Blondi und Andy Warhols Debbie Harry in einem Raum?
Warum wurden die Werke mancher "entarteten Künstler" in Nazi-Deutschland stärker nachgefragt und verkauft als nach dem 2. Weltkrieg?
Wie verschwand die Frakturschrift nach 1940 von den Katalogen der „Großen Deutschen Kunstausstellung“?
Was erzählte Beuys dem Hasen, was Dürer seinem Hase nicht erzählte?
Wie klang die "Reichsautobahn" im Vergleich mit Kraftwerks "Autobahn"?
Diesen Fragen stellt sich die Präsentation „Entartete" Kunst – ein Metaxyum* in der Galerie M.

In einer raumfüllenden Installation aus ca.1300 Exponaten ermöglicht sie den Betrachtern eine neue, ungewöhnliche Perspektive auf die Historie der Menschheit. Museale Präsentationsformen werden dabei in eine zeitgenössische Rauminstallation transferiert.

Die Präsentation zeigt sich als räumliches Lexikon in einer eigenen Chronologie, sie vergleicht und analysiert Parallelen zwischen räumlich und zeitlich getrennten Phasen. Diese Präsentation ist auch ein Aufklärungs-Projekt. Es analysiert die historischen Bereiche, in denen einst Kunstwerke, Künstler und Ausstellungen mit der Bezeichnung „Entartete Kunst“ gebrandmarkt wurden. Es beobachtet retrograde Phänomene in der Kunstgeschichte und stellt Querbezüge her.

Als Raum - und Zeitkapsel beschreibt die Präsentation gleichzeitig räumliche und zeitliche Narrative an einem Ort.
Aus Kunstwerken entsteht die Kunstgeschichte. In diesem Fall entsteht aus der Kunstgeschichte ein Kunstwerk.

Die Besucher erwartet eine Zeitreise von der Steinzeit bis in die Gegenwart, von der Skulptur der Venus von Willendorf bis zur Ebay-Verkaufsanzeige der Venus, vom Diskuswerfer bis zum 3D-gedruckten Sklaven Michelangelos, von der Swastika über das Kreuz bis hin zum Hakenkreuz.
Eine Erlebnisreise in das unbekannte Bekannte. Einige der ausgestellten Artefakte werden hier zum ersten Mal öffentlich zu sehen sein.

Ein Projekt der W.A.S. (World Anonymous Society ) Die W.A.S. (gegr.1968) ist eine Bildungsgesellschaft, die sich mit dem Sammeln und Analysieren von Artefakten aus der Frühgeschichte bis zur Gegenwart beschäftigt.

Diskussionsrunde „Entartet? – Kunstwerk und Kunstgeschichte“

am 27.7.2017 19.00 Uhr mit Joachim Stein (Pecha Kucha Berlin), Dr. Andreas Hüneke (FU Berlin, Forschungsstelle Entartete Kunst), Karin Scheel (Galerie M) und weiteren Gästen. Der Eintritt ist frei.

*Metaxyum (von Altgriechisch metaxy μεταξύ / zwischen) Um von einem Zustand in den nächsten zu kommen, durchläuft der Prozess einen Zwischenzustand.
Dieser könnte Metaxyum genannt werden. Metaxyum ist eine Präsentationsform, die nichts anderes repräsentiert als sich selbst, den Zwischenzustand.
Dieses Metaxyum ist etwas zwischen Museum und Wunderkammer, Original und Kopie, real und fiktiv, Kunst und dem was danach kommt...

Präsentationsdauer vom 26.6. – 01.9.2017

Gefördert aus dem Ausstellungsfonds Kommunale Galerien Berlin der Senatsverwaltung für Kultur und Europa

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag


Karin Scheel
Leiterin Galerie M
Kunst im öffentlichen Raum

Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf
Abteilung Weiterbildung und Kultur, Soziales, Facility Management
Fachbereich Kultur

Marzahner Promenade 46
12679 Berlin

Tel. +49 - 30 - 5450284

E-Mail: karin.scheel@kunstraum-m.de
www.galerie-mh.de
www.kunstraum-m.de

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